Universitätsarchiv Regensburg
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    UAR - Universitätsarchiv Regensburg
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    Rep. 054 Verein donumenta e.V.
    Rep. 055 Bayerischer Lehrerinnen- und Lehrer-Verband (BLLV), Kreisverband Regensburg
    Rep. 056 Verein der Freunde der Universität Regensburg (Depositum)
    Rep. 146 Regensburger Studententheater

    Vollansicht Bestand

    Signatur: Rep. 146
    Name: Regensburger Studententheater
    Beschreibung: Bemerkungen:

    a. Eckdaten zum "Regensburger Studententheater"

    Bereits 1946-1949 existierte an der Philosophisch-Theologischen Hochschule ein Studententheater, an dem u.a. Helmut Pigge und Martin Walser wirkten. In dieser Tradition sah sich auch das 1976 gegründete "Regensburger Studententheater". Entstanden war es als Folge des Erlebens der Passivität des berühmten Bürgerfestes 1974.

    Es handelte sich um das zweite studentische Theater an der Universität Regensburg. Zur Gewinnung von Fördermitteln fand es die Form eines nichteingetragenen Vereins unter der Leitung von Reinhart Meyer (bis 2010). Meyer entwarf ein markantes Logo für den Verein. Der Verein wurde 2010 aufgelöst. Insgesamt dürften etwa 500 Studierende zwischen 1976 und 2010 beim Regensburger Studententheater mitgewirkt haben.

    Das Theater griff immer wieder hochpolitische Themen auf: Abtreibung ("Cyankali"), Krieg, Holocaust. Diese politische Ausrichtung trug ihm auch die Feindschaft verschiedener anderer Akteure ein. Unterstützung fand das Studententheater insbesondere durch die enge Verbindung zu Werner Neef, dem Leiter des Studentenwerks Niederbayern/Oberpfalz.

    Das Theater führte auch verschiedene Stücke weltweit erstmalig auf, u.a. Alhambra von Garcia Lorca in der Fassung von Heinz Fischer.

    Das Regensburger Studententheater war auch bedeutsam für die kulturelle Entwicklung in der Stadt Regensburg selbst: Mitglieder des Regensburger Studententheaters gründeten in Regensburg u.a. die Alte Mälzerei und verschiedene Galerien. Insbesondere der Leiter Reinhart Meyer versuchte immer wieder, Kulturzentren einzurichten. Es erhielt 1982 den Kulturförderpreis der Stadt Regensburg.

    b. Biographisches zu Reinhart Meyer

    Der Theaterleiter Reinhart Meyer wurde am 15. November 1942 in Berlin geboren, wuchs in Hamburg in gutbürgerlichen Verhältnissen auf und studierte seit 1963 in Hamburg Philosophie, Germanistik, Geschichte und Musikwissenschaft. Später konzentrierte er sich auf Philosophie und Germanistik und wechselte nach Freiburg im Breisgau, wo er zusätzlich katholische und evangelische Theologie studierte und das Staatsexamen absolvierte. Er wechselte an die neu gegründete Universität Regensburg, wo er 1973 bei Hans-Joachim Mähl im Fach Philosophie über Lessing promoviert wurde. 1982 habilitierte er sich in Wuppertal.

    Nach Lehraufträgen in Bremen, Marburg, Regensburg und Thessaloniki zog sich Meyer aus dem Universitätsbetrieb zurück und widmete sich umfassenden Forschungen zur Theaterproduktion des 18. Jahrhunderts. Die Forschungsunterlagen hierzu übergab er dem Don Juan Archiv in Wien, das die Sammlung Reinhart Meyer am 28. April 2014 feierlich eröffnete. Seine "Bibliographia dramatica" für das deutschsprachige Theater im 18. Jh. findet weltweit Beachtung und wird 2019 neu aufgelegt erscheinen. Er gab zahlreiche seltene Stücke des 18. Jh.s einschließlich Jesuitenperioken im Reprint heraus.

    Vorwort

    Am 19. Juli 2017 erfolgte die feierliche Schenkungsübergabe an das Universitätsarchiv im Rahmen eines kleinen Festaktes mit ca. 30 Teilnehmern im Gebäude Recht-Wirtschaft.

    Die ursprüngliche Ordnung bestand in Leitz-Ordnern, die mittels einzelner Schlagworte den gesamten Inhalt zu subsummieren suchten (z.B. "Beaumarchais" oder "Interne Unterlagen"). Teilweise waren die Ordnerinhalte durch Pappen oder durch Kunststoffhüllen voneinander getrennt. Gerade im organisatorischen Bereich fehlte jedoch eine solche Trennung regelmäßig. Gleiche Betreffe fanden sich über den gesamten Bestand verstreut.

    Die jetzige Gliederung des Bestands wurde anhand des Materials und Hinweise von Reinhart Meyer im Universitätsarchiv festgelegt.

    Dubletten und Kopien wurden kassiert. Sämtliche Unterlagen, die die "Bibliographia" betreffen, wurden konsequent aus dem Bestand aussortiert und ebenfalls nach Wien abgegeben. Fotos und audio-visuelles Material sowie Plakate und Flugblätter wurden entnommen und in die entsprechenden Bestände eingefügt.

    Wichtig ist der Hinweis, dass zwar viele Urheberrechte bei Reinhart Meyer, sehr viele jedoch eben nicht, sondern z.B. Heinz Fischer gehören.

    Der Bestand wurde im Herbst 2018 geordnet und verzeichnet.

    Ergänzende Überlieferungen:
    1) Rep. 13 Pressestelle
    2) Rep. 76 Personalakten
    Sammlungen